
Tipps & Tricks zu Minicontrol
1 Allgemeine Fragen zu Minicontrol
1.1 Ich habe schon Buchhaltung, BWAs, usw. Warum sollte ich noch eine Liquiditätsplanung machen?
Weil die Buchhaltung und die BWAs vom Rechnungsdatum der einzelnen Beträge ausgehen und nicht vom Zahlungstermin. Daraus können
Sie zwar aus buchhalterischer Sicht die Unternehmensentwicklung erkennen, aber Sie wissen nie genau, wie viel Geld Sie am
Ende des Monats wirklich in der Tasche haben. Die Liquiditätsplanung verrät Ihnen aber genau das. Die Liquidität ist für den
Unternehmer die wichtigste Größe, da auch gute Gewinne von morgen nicht immer helfen, einen Engpass von heute zu überwinden.
1.2 Ich suche ein schlankes Controllinginstrument. Ist Minicontrol da das Richtige?
Ja. Minicontrol ist eine praxisorientierte Steuerungssoftware für Kleinunternehmen und Gründungen, mit der Sie die drei wichtigsten
Themen im Blick behalten:
- Kontostand planen,
- Aufträge gewinnen,
- Kosten kontrollieren.
1.3 Wie setze ich Minicontrol optimal ein?
Minicontrol besteht aus Modulen, so dass Sie es sehr individuell benutzen können. Unverzichtbar ist i.a.R. die Liquiditätsplanung,
alle weiteren Module sollten Sie einsetzen, wenn es passt.
1.4 Welche Versionen von Minicontrol gibt es?
Zunächst haben Sie die Möglichkeit, Minicontrol für 30 Tage kostenlos und unverbindlich zu testen. Laden Sie sich dazu die
Finanzplanung Minicontrol als Testversion unter
http://www.minicontrol.eu/kaufen
herunter und probieren Sie das gesamte Programm nach Herzenslust aus.
Wenn Sie von unserer Finanzplanung für Kleinunternehmer begeistert sind, können Sie unter
http://www.minicontrol.eu/kaufen
die Vollversion für nur 299,00 EUR zzgl. MwSt beziehen.
1.5 Gibt es Updates für Minicontrol?
Ja. Wir pflegen die Software laufend und informieren Sie über eine spezielle Seite, die Sie über das Programm Minicontrol
aufrufen können. Klicken Sie hierzu einfach in Minicontrol auf den Menüpunkt "Extras" und dort auf "Software-Update". Hier
können Sie neue Upgrades kaufen und ggf. kostenlosen Updates erhalten. Laden Sie sich ggf. die gewünschte Datei herunter
und befolgen Sie die Schritte im Installationsassistenten. Alte Minicontrol-Versionen in Windows werden automatisch deinstalliert
– legen Sie daher Ihre Minicontrol-Dateien (mit Ihren Zahlen) niemals im Programme-Order ab!

1.6 Wie kann ich Minicontrol unverbindlich testen?
Minicontrol, die Finanzsoftware für Kleinunternehmer, können Sie kostenfrei und unverbindlich unter www.minicontrol.eu testen.
Die Testversion ist innerhalb weniger Minuten einsatzbereit auf Ihrem PC installiert.
1.7 Kann ich als Österreichisches oder Schweizer Unternehmen Minicontrol ohne MwSt. beziehen?
Ja. Bitte wenden Sie sich dazu an Corinna Bremer (0049-40-36 80 96 80).
1.8 Gibt es Minicontrol auch schon für Windows Vista?
Minicontrol basiert auf Java und arbeitet daher unabhängig vom Betriebssystem. Minicontrol ist uneingeschränkt für Windows
Vista geeignet.
1.9 Warum wird automatisch die Bildqualität geändert, wenn ich das Programm unter Windows Vista aufrufe?
Minicontrol benötigt eine Bildschirmauflösung von 1024 x 768 Punkten. Bitte überprüfen Sie Ihre Auflösung (z.B. unter Windows
per Klick mit der rechten Maustaste auf den Desktop -> "Eigenschaften" -> "Einstellungen").
1.10 Was tun bei Problemen mit der Installation von Minicontrol auf meinem Mac?
Minicontrol läuft auf PPC- und Intel-Macs ab Version 10.3.9, derzeit allerdings noch nicht auf allen Rechnern mit System 10.5.
(Leopard). Probleme bei der Installation lassen sich teilweise beheben, indem Sie sich vorher als Administrator in Ihr System
einloggen, was im Normalfall nicht notwendig ist.
Generell gibt es bei der Mac-Installation zwei Dinge zu beachten:
- Der Mac-Installer entfernt keine alten Versionen von MC.
Abhilfe: Vor der Installation müssen vorhandene mc-Versionen (gilt für Businessplaner wie für Planung & Controlling) manuell
gelöscht werden (einfach in den Papierkorb verschieben). Bitte achten Sie darauf, dass Ihre Minicontrol-Dateien (Ihre Zahlen)
nicht mit gelöscht werden. Diese sollten generell in Ihrem persönlichen Userordner abgelegt werden.
- Der Mac-Installer springt nicht zuverlässig in den richtigen Ordner ("Applications" bzw. "Programme") und legt u.U. auch einen
neuen Unterordner "Applications" im bestehenden Ordner "Applications" an.
Abhilfe: Doppelklicken Sie im Auswahlfenster auf den Ordner "Applications", damit die Installation dort erfolgt. Sehen Sie
daraufhin den Pfad "/Applications/Applications", löschen Sie den zweiten Teil des Pfads, sodass dort lediglich steht: "/Applications".

1.11 Kann ich Minicontrol auch auf einem Server installieren und über Clients darauf zugreifen?
Ihre individuellen Daten werden als Datei mit der Dateiendung .mini gespeichert. Sie können diese Datei selbstverständlich
auf einem Server ablegen (Funktion: „Speichern unter“). Ist auf einem Client (Ihr Computer) Minicontrol installiert, kann
diese Datei dann problemlos geöffnet werden. Minicontrol ist grundsätzlich für die Nutzung auf einem Einzelplatz konzipiert.
Im Klartext bedeutet dies: Bearbeiten mehrere User gleichzeitig eine Minicontrol-Datei, kann es zu Problemen kommen. Stellen
Sie also sicher, dass jeweils nur ein Client auf die Datei zugreift. Des weiteren ist Minicontrol auch Terminal-Server-fähig,
allerdings muss die Lizenzierung je User erfolgen.
Unter Mac OS muss die Verbindung zu dem Server mit der gewünschten mc-Datei hergestellt sein, bevor Sie den "Datei öffnen"-Befehl
geben können. Andernfalls wird das Server-Verzeichnis nicht angezeigt.
1.12 Ist es möglich, Minicontrol "silent" zu installieren, also ohne Nutzereingriff?
Ja, Minicontrol kann "silent" installiert werden.
1.13 Speichert Minicontrol automatisch?
Nein. Bitte speichern Sie Ihre Datei/Daten regelmäßig ab (Strg+S oder Button Speichern in der Symbolleiste am oberen Bildschirmrand).
1.14 Minicontrol anpassen: Wie aktiviere/entferne ich nachträglich Module?
Um in einer bereits angelegten Minicontrol-Datei Module nachträglich zu aktivieren oder abzuschalten, rufen Sie im Menüpunkt
"Extras" die "Allgemeinen Einstellungen" auf. In den beiden mittleren Reitern "Module" und "Spezielle Tools" können Sie nun
die notwendigen Häkchen setzen oder löschen.

1.15 Beinhaltet Minicontrol Schnittstellen zu anderen Programmen?
Zur Zeit gibt es noch keine Schnittstellen zwischen Minicontrol und anderen Programmen wie Agenda oder Datev. Um Daten aus
anderer Unternehmenssoftware in Minicontrol zu übertragen, bietet es sich zunächst an, die Kategorien in den Minicontrol-Tabellen
an die Struktur des anderen Programms anzupassen (Änderung der Kategorienamen, Einfügen von Unterkategorien, Änderung der
Reihenfolge, etc.). Im Anschluss daran können die Werte durch "Kopieren" und "Einfügen" in Minicontrol eingetragen werden
(insbesondere aus Excel-Tabellen). Umgekehrt lassen sich natürlich auch Minicontrol-Daten kopieren und in andere Programme
einfügen. In Minicontrol können Sie wie gewohnt "Kopieren" und "Einfügen" über die rechte Maustaste aufrufen oder über Strg+C
bzw. Strg+V.
Wie Sie die Werte in bzw. aus den anderen Programmen einfügen/kopieren, entnehmen Sie den jeweiligen Handbüchern.
1.16 Wie kann ich drucken und das Drucklayout verändern?
Die Druckfunktion in Minicontrol lässt sich über den Menüpunkt Datei - Aktuellen Arbeitsbereich drucken" aufrufen. Als Arbeitsbereich
gilt, was Sie zuletzt mit der Maus angeklickt haben – also z.B. der Tabellenteil oder die Charts. Grundsätzlich gilt: Sie
drucken genau das, was Sie vorher eingestellt haben (Einstellung über den Spalten- und Periodenwähler am rechten oberen Bildschirmrand).

In der erscheinenden Druckvorschau erkennen Sie vorab, wie die zu druckenden Seiten aussehen werden. Sie können das Drucklayout
verändern, indem Sie in der Druckvorschau links oben auf den Button "Seite einrichten" klicken. Um z.B. zu verhindern, dass
die Schrift bei sehr großen Tabellen zu klein ausfällt, lassen sich folgende Anpassungen vornehmen:
- Vergrößern der Schrift über "Skalierung"
- Druck im Hochformat
- Verringern der Seitenränder auf 0,5 cm
- Weiderholungszeilen/ -spalten (auf Folgeblättern) ausschalten

1.17 Wo finde ich die "Allgemeinen Einstellungen"?
Die "Allgemeinen Einstellungen" finden Sie entweder über das Zahnradsymbol oder unter dem Menüpunkt "Extras".
Hier haben Sie natürlich auch nach Start Ihrer Unternehmung noch die Möglichkeit, grundlegende Daten zu ändern (Unternehmensnamen,
Regelungen zu Ihrer Umsatzsteuerpflicht oder anfängliche Kontostände etc.).

1.18 Wie kann ich Eingaben rückgängig machen oder wiederherstellen?
Alle Aktionen, die Sie in Minicontrol vorgenommen haben, können Sie ganz einfach wieder rückgängig machen, indem Sie auf den
nach links zeigenden, blauen Pfeil in der Symbolleiste klicken. Dies ist auch mehrfach möglich: je Klick auf den Pfeil wird
immer eine Aktion rückgängig gemacht, genau in der Reihenfolge, in der Sie diese zuvor getätigt haben.
1.19 Kann ich in den Zellen rechnen und Formeln eingeben?
Ja, Sie können einfache Rechenschritte direkt in den Zellen durchführen. Alle Grundrechenarten sind zulässig: +, -, *, /.
Dazu geben Sie kein =-Zeichen (wie in Excel) vor die Formel ein. Beispiel: 1250+2500+300 (mit Enter bestätigen). Per Doppelklick
oder mit der Taste F2 kehren Sie zur Formel zurück. Diese kann dann weiter bearbeitet werden.
Prozentrechnen: Geben Sie die Prozentformel direkt in die Zelle ein. Ersetzen Sie dabei das Prozentzeichen "%" durch "/100".
1.20 Wie kann ich Kommentare in die Tabellen eintragen?
In den meisten Modulen von Minicontrol lassen sich Kommentare zu Zeilen (im Akquisitionsmodul auch zu einzelnen Feldern) eingeben.
Grundsätzlich werden die Kommentare immer über die Detailansicht eingefügt. Diese lässt sich aufrufen, indem Sie auf die entsprechende
Kategorie doppelklicken oder auf den Button "Detailansicht einblenden" in der Symbolleiste klicken.

1.21 Wie kann ich Unterkategorien einfügen?
Um in einer Tabelle eine Unterkategorie einzufügen, klicken Sie zunächst auf die entsprechende Oberkategorie und anschließend
auf den Button "Neue Kategorie" in der Symbolleiste. Beispiel: Um den Posten "Umsatzeinzahlungen 19%" in zwei Geschäftsbereiche
zu unterteilen, klicken Sie zunächst auf das Feld "Umsatzeinzahlungen 19%". Anschließend fügen Sie über den Button "Neue Kategorie"
zwei Unterkategorien "Geschäftsbereich 1" und "Geschäftsbereich 2" ein.
Beachten Sie: Sind in der Oberkategorie bereits Werte enthalten, werden diese automatisch in die erste neu angelegte Unterkategorie
übernommen. Es bietet sich also bei Einfügen mehrerer Unterkategorien an, immer mit der Unterkategorie zu beginnen, welche
die ursprünglichen Werte beinhalten soll.
2 Fragen zum Liquiditätsmodul
2.1 Was ist der Unterschied zwischen dem Liquiditäts- und dem Rentabilitätsmodul?
Die Liquiditätsplanung dient Ihnen als "Kontoauszug der Zukunft". Hier tragen Sie die Bruttowerte, also die Zahlungen inklusive
der Umsatzsteuer ein. Das entspricht genau den Zahlungen, die Sie Ihrem Kontoauszug entnehmen können. Dabei ist der Zahlungstermin
ausschlaggebend, also der Tag, an dem das Geld tatsächlich auf ihrem Girokonto eingegangen ist oder abgezogen wurde.
Die Rentabilitätsplanung hingegen soll die "Wirtschaftlichkeitsentwicklung" Ihres Unternehmens darstellen. Hier tragen Sie
die Nettowerte ein, d.h. ohne Umsatzsteuer. Wichtig ist, dass die Beträge nach Rechnungsdatum verbucht werden (eine Ausnahme
hiervon besteht nur bei kleinen Unternehmen, bei denen das so genannte „Zahlungsflussprinzip“ gilt). In der Rentabilitätsbetrachtung
sind außerdem Abschreibungen und andere Buchungsposten enthalten, die nur auf dem Papier und nicht tatsächlich über das Girokonto
geflossen sind. Diese Zahlen lassen sich am einfachsten aus der monatlichen BWA Ihres Steuerberaters entnehmen (BWA = Betriebswirtschaftliche
Auswertung).
2.2 Sind die Module Liquidität und Rentabilität miteinander verknüpft?
Nein. Die beiden Module sind nicht miteinander verknüpft. Das Liquiditätsmodul dient der reinen Liquiditätsplanung. Es wird
danach gefragt, wann eine Einzahlung/Auszahlung tatsächlich auf dem Girokonto verbucht wird. Das Rentabilitätsmodul hingegen
ist als Finanzplanung im buchhalterisch steuerlichen Sinne zu verstehen. Einnahmen und Ausgaben unterliegen hier der Periodenabgrenzung
und müssen daher nicht immer betraglich und/oder zeitlich mit denen der Liquiditätsplanung übereinstimmen.
2.3 Kann ich das Modul Liquiditätsplanung auch alleine bekommen?
Nein. Da wir aber wissen, dass häufig Interesse an einem, zwei oder drei Modul(en) besteht, ist Minicontrol modular aufgebaut.
Wir haben Ihnen die Möglichkeit eingeräumt, alle nicht gewünschten Module auszuschalten (entweder bei Neuanlage einer Datei
oder später in den "Extras" "Allgemeinen Einstellungen" über den Menüpunkt "Allgemeinen Einstellungen").
2.4 Warum gibt es sowohl Ist- als auch Planwerte in der Liquiditätstabelle?
In die Liquiditätsplanung sollten zunächst die Planwerte eingegeben werden, die Sie als Gründer Ihrem Businessplan entnehmen
oder als bestehendes Unternehmen aus Ihrer Erfahrung für 1-2 Jahre im Voraus aufstellen. Wichtig ist, dass Sie dann am Ende
jedes Monats die Ist-Werte, also die tatsächlich gezahlten Ein- und Auszahlungen (auf Ihrem Girokonto), in die Ist-Spalten
eintragen. Sie können so überprüfen, ob sich Ihr "Plan" erfüllt hat und ob Sie die Planung für die kommenden Monate anpassen
müssen.

Über den Spaltenwähler in der Symbolleiste können Sie beliebig zwischen den Plan- und Ist-Ansichten wechseln. So behalten
Sie jederzeit den Überblick.
Nutzen Sie den Prognosemodus! Er zeigt für die abgelaufene Zeit die Ist-Werte und nur noch für die Zukunft die Plan-Werte.
So können Sie schnell überprüfen, ob Ihre gesteckten Ziele erreichen werden.
Beispiel: Sie haben bis einschließlich April Ihre Ist-Zahlen eingetragen. Für den Rest des Jahres wurden Plan-Werte in die Spalten
eingetragen. Der Prognose-Modus kumuliert die Ist-Werte bis einschließlich April mit den Plan-Werten ab Mai bis Dezember und
zeigt Ihnen in einer Jahresspalte, wie Ihr Jahr laufen würde, wenn die verbleibenden Plan-Zahlen Realität werden. Wenn Sie
diese Auswertung auf Wirtschaftsjahresbasis machen wollen, muss der Beginn des Wirtschaftsjahres ungleich Januar sein! (Zu
verändern unter dem Menüpunkt Extras -> Allgemeine Einstellungen)

Haben Sie Fragen zur Unternehmenssteuerung mit Minicontrol? Sind Sie unsicher, wie Controlling in einem kleinen Unternehmen
funktioniert?
Nutzen Sie die Erfahrung der EVERS & JUNG GmbH, dem Unternehmen hinter Minicontrol. Wir haben in den letzten Jahren mehr als
2.500 Kleinunternehmen beraten. Kostengünstig und effizient. Rufen Sie Corinna Bremer an (040-36 80 96 80). Wir beraten Sie
gerne zu unseren Beratungsprodukten, die individuell auf Sie zugeschnitten werden.
Mehr Infos unter http://tk.eversjung.de/www/downloads/euj_uep_preise_und_foerderung.pdf.
2.5 Meine Umsätze schwanken stark. Wie komme ich zu realistischen Planwerten?
Um auch bei stark schwankenden Beträgen eine realistische Umsatzplanung (z.B. im Liquiditätsmodul) aufstellen zu können, gibt
es verschiedene Herangehensweisen:
Methode 1: Sie planen Werte aus dem Vorjahr zunächst auch für das aktuelle Jahr ein. Immer wenn Sie neue Infos bekommen oder Ihre Ist-Daten
aus den Kontoauszügen am Ende eines jeden Monats in die Tabelle eintragen, passen Sie die Planung (für die nächsten Monate)
entsprechend an.
Methode 2: Sie planen bestehende Aufträge über das Auftragsmodul und tragen dort auch schwebende Angebote entsprechend ihrer Erfolgswahrscheinlichkeit
ein. Haben Sie z.B. ein Angebot über 10.000 Euro abgegeben und schätzen die Zuschlagschance aus Ihrer Erfahrung auf eine Höhe
von 80%, dann setzen Sie den Auftrag mit 8.000 Euro in ihrer Planung an. Sollte sich die Wahrscheinlichkeit ändern, passen
Sie sie an. Sobald Sie wissen, dass Sie den Auftrag tatsächlich erhalten haben, geben Sie den vollen Betrag in die Planung
ein oder löschen den "Auftrag" ganz. Diese Vorgehensweise eignet sich insbesondere dann, wenn Sie mehrere Angebote pro Monat
abgeben. Wenn Ihre gewichteten Auftragswerte zusammen 100% oder mehr ergeben, reicht der Akquisitionsvorlauf erfahrungsgemäß
aus – selbst wenn Sie noch nicht wissen, welche der Aufträge am Ende realisiert werden.
2.6 Wie kann ich den Anfangswert in der Liquiditätsplanung ändern?
Der Anfangswert Ihrer Liquiditätsplanung entspricht Ihrem Girokonto-Stand und Ihren sonstigen liquiden Mitteln zu Beginn der
Planung. Diese Werte sind in den "Allgemeinen Einstellungen" hinterlegt. Die "Allgemeinen Einstellungen" finden Sie unter
dem Menüpunkt "Extras". Hier haben Sie die Möglichkeit, neben Anfangsbestand Ihrer Girokonten und sonstigen liquiden Mittel
auch weitere grundlegende Daten zu ändern (Name, Umsatzsteuerbehandlung, etc.).
2.7 Kann ich mehrere Geschäftskonten abbilden?
Zur Zeit ist es noch nicht möglich, in der Liquiditätstabelle mehrere Girokonten einzeln darzustellen. Wenn Sie zu Beginn
in den "Allgemeinen Einstellungen" nach dem Girokontostand befragt werden, sollten Sie hier den Gesamtbestand Ihrer Konten
angeben.
2.8 Was sind sonstige liquide Mittel?
Unter den sonstigen liquiden Mitteln versteht man alle Gelder, die Sie kurzfristig zur Begleichung von Rechnungen ausgeben
können, also nicht erst eine lange Kündigungsfrist abwarten müssen. Das sind insbesondere, Termingelder bei der Bank, Sparbücher
oder Geldmarktfonds. Geben Sie in den "Allgemeinen Einstellungen" die Summe aller Ihrer sonstigen liquiden Mittel in das entsprechende
Feld ein, um sie in Ihre Finanzplanung einfließen zu lassen.
2.9 Warum wird zwischen projektbezogenen und laufenden Auszahlungen unterschieden?
Im Liquiditätsmodul wird zwischen projektbezogenen und laufenden Auszahlungen unterschieden. Die projektbezogenen Auszahlungen
sind Beträge, die nur anfallen, wenn Sie Leistungen für einen Kunden erbracht haben. Dazu zählen z.B. Materialkosten oder
Kosten für Dienstleistungen Dritter. Die laufenden Kosten (oder „Fixkosten“) hingegen fallen auch dann an, wenn Sie keine
Leistungen für Ihre Kunden erbringen. Dazu zählt z.B. die Miete für Ihre Geschäftsräume, die ja auch bezahlt werden muss,
wenn keine Aufträge vorliegen.
2.10 Wie buche ich zwischen Girokonto und sonstigen liquiden Mitteln?
Sie können im Liquiditätsmodul Beträge vom Girokonto zu den sonstigen liquiden Mitteln buchen, z.B. wenn Sie einen Teil Ihres
Guthabens als Termingeld anlegen möchten. Da Sie nicht direkt in die Felder Girokonto und sonstige liquide Mittel schreiben
können, geben Sie den gewünschten Betrag in das Feld "Umbuchung Girokonto => Sonstige Liquide Mittel" ein. Im nächsten Monat
ist der Wert dann entsprechend verbucht.
Möchten Sie umgekehrt einen Betrag aus Ihren sonstigen liquiden Mitteln auf das Girokonto schieben, geben Sie den entsprechenden
Wert in das Feld "Umbuchung Sonstige Liquide Mittel => Girokonto" ein.

2.11 Was ist der Fortschreibeassistent?
Der Fortschreibeassistent kann in den Modulen Liquidität, Rentabilität und Aufträge aufgerufen werden.
Mit diesem Assistenten nimmt Minicontrol Ihnen die Arbeit ab, gleichbleibende Werte, wie z.B. die monatliche Miete, automatisch
in der Tabelle fortzuschreiben. Sie brauchen dazu nur den gewünschten Betrag in der Tabelle zu markieren und den Assistenten
in der Symbolleiste über den Button "Werte fortschreiben" aufzurufen. Hier können Sie auswählen, für welchen Zeitraum der
Wert fortgeschrieben werden soll. Natürlich können Sie neben dem monatlichen Turnus auch weitere Rhythmen wählen, z.B. quartalsweise.
Zusätzlich können Sie wählen, ob die Beträge monatlich entweder absolut (z.B. um 50 Euro pro Monat) oder prozentual (z.B.
10% pro Monat) wachsen sollen.

3 Fragen zu weiteren Modulen
3.1 Wie erhalte ich mehrere Privatentnahmen?
Sollen mehrere Privatentnahmen angelegt werden, z.B. für den Fall, dass mehrere Gesellschafter Gehalt aus dem Unternehmen
beziehen wollen, dann sollten dazu für alle Personen eigene Minicontrol-Dateien erstellt werden. Wählen Sie zu Beginn bei
Anlage der Dateien nur das Modul Privatentnahme aus, indem Sie in den Allgemeinen Einstellungen die Häkchen zu allen anderen
Modulen und Tools entfernen. In Ihrer regulären Datei zur Unternehmenssteuerung tragen Sie dann den monatlichen Gesamtbetrag
aller Unternehmergehälter/Privatentnahmen in das Liquiditätsmodul ein. Für zwei Geschäftsführer können sie z.B. zwei Unterkategorien
einrichten. So behalten Sie den Überblick.
3.2 Wie verschiebt man einen Auftrag in den Bereich "abgeschlossene Aufträge"?
Um im Auftragsmodul einen erfüllten Auftrag vom Bereich "Aktive Aufträge" in den Bereich "Abgeschlossene Aufträge" zu verschieben,
klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Auftrag und wählen Sie den Punkt "Ausschneiden". Klicken Sie anschließend wieder
mit der rechten Maustaste an die gewünschte Stelle im Bereich "Abgeschlossene Aufträge". Im erscheinenden Menü wählen Sie
diesmal "Einfügen".
Bitte beachten Sie: Wenn Sie einen aktiven Auftrag nicht ausschneiden, sondern lediglich kopieren und im Bereich "Abgeschlossene
Aufträge" einfügen, ist dieser zweimal vorhanden, sofern Sie ihn nicht im Bereich "Aktive Aufträge" löschen. Er wird dann
also fälschlicherweise auch zweimal in der Liquiditätsplanung erfasst.
Tipp: Ausschneiden und Einfügen empfiehlt sich auch, wenn im Akquisitionsmodul abgeschlossene Projekte von den "Aktiven Akquisitionsvorgängen"
in den Bereich "Abgeschlossene Akquisitionsvorgänge" verschoben werden sollen.
Sie sollten abgeschlossene Aufträge nicht löschen, da Sie dann auch aus der Liquidität entfernt werden.

3.3 Wie füge ich weitere Spalten im Akquisitionsmodul ein?
Um im Akquisitionsmodul neue Spalten, z.B. für das "zweite Nachfassen" nach einer Angebotsabgabe, einzufügen, klicken Sie
auf den Button "Phasen bearbeiten" in der Symbolleiste des Moduls. Im sich öffnenden Menü klicken Sie auf das Pluszeichen,
geben einen passenden Namen für die neue Spalte ein und bestätigen dies mit "OK". Mittels der beiden Pfeile können Sie die
Reihenfolge aller Spalten und damit ihre Auftragsplanung nach Ihren Wünschen gestalten.
